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Schulen scheinen im Bestand gesichert |

„Wir haben eine komfortable Situation zurzeit“, bilanzierte Hermann Lensker (CDU) nach dem Blick in den Schulentwicklungsplan für die nächsten zehn Jahre. Denn nach den darin enthaltenen Prognosen ist keine der weiterführenden Schulen der Töpferstadt im Bestand gefährdet, erfuhr der Schulausschuss am Mittwoch. Zumindest in der nahen Zukunft. Denn die Prognosen seien durchaus mit Unsicherheiten behaftet, betonte Schulamtsleiter Günter Wehning bei der Vorstellung der Zahlen. So setzte Berthold Dittmann (SPD) auch lieber ein Fragezeichen hinter die Bilanz „keine Bestandsgefährdung“.
Die Schülerzahlen insgesamt verringern sich – verteilten sich zum aktuellen Schuljahr noch 286 Stadtlohner Kinder auf die weiterführenden Schulen, werden es in fünf Jahren noch 211 sein, in zehn Jahren 171. Das ist Fakt. Doch welche Schule die Kinder besuchen, ist Entscheidung der Eltern und die Prognosen „gleichen manchmal Kaffeesatzleserei“, wie der Erste Beigeordnete Karlheinz Pettirsch es formulierte. Es gehe ja nicht nur um Stadtlohner Eltern, sondern auch um die in Gescher, Südlohn oder Vreden: In Gescher wird aktuell überlegt, eine Gesamtschule zu errichten. In Vreden ist die Einführung einer Sekundarschule zum Schuljahr 2013/2014 beschlossen, die Gemeinde Südlohn sucht nach einem Kooperationspartner für eine Sekundarschule. Kommt die Gesamtschule, könnte das Geschwister-Scholl-Gymnasium Schüler aus Gescher verlieren. Die Losbergschule als vielleicht einzige Hauptschule der Umgebung könnte aber auch Schüler aus Gescher oder Vreden hinzugewinnen genauso wie die Herta-Lebenstein-Realschule, zeigte Pettirsch die Wahlmöglichkeiten der Eltern auf. Für die Fahrtkosten sei jeweils die Stadt zuständig, die die jeweilige Trägerschaft für die Schule hat, ergänzte Günter Wehning.
Unsicherheitsfaktoren
Die Geburtenzahlen seien auf lange Sicht ein weiterer Unsicherheitsfaktor, betonte Karlheinz Pettirsch. Der Schulentwicklungsplan enthalte vorhandene Zahlen, die hochgerechnet würden. „Was anderes machen die Profis auch nicht“, verwies er auf von Fachbüros erstellten Schulentwicklungspläne umliegender Kommunen. Die Stadtverwaltung leite aus den vorliegenden Zahlen ab, dass auf Dauer für alle drei Schulformen genügend Schüler vorhanden seien. Auch bei einer angenommenen niedrigen Übergangsquote von 15 Prozent würden im Schuljahr 2021/22 insgesamt 26 Kinder auf die Hauptschule wechseln, auch die Realschule und das Gymnasium blieben in den verschiedenen Prognosen mindestens zwei- bis dreizügig.
Eine Sekundarschule – „für viele Städte eine interessante Option“ – könne auch in Stadtlohn aus eigener Kraft geführt werden. „Es sollte gewisse Notwendigkeiten dafür geben. Wir sehen es so, dass die vorhandenen Strukturen funktionieren“, ließ Karlheinz Pettirsch durchblicken (ein Bericht zu Rahmenbedingungen für die Sekundarschule folgt in einer der nächsten Ausgaben).
212 neue Grundschüler
212 Jungen und Mädchen werden im Sommer eingeschult. Neun Grundschulklassen können im kommenden Schuljahr 2012/2013 gebildet werden. Das teilte Schulamtsleiter Günter Wehning dem Schulausschuss mit.Die Anmeldungen seien nun an den Grundschulen abgeschlossen. Demnach werden 55 Kinder die Fliednerschule besuchen – dort werden zwei Klassen gebildet. Zum Vergleich: Im aktuellen ersten Jahrgang sind 72 Schüler in drei Klassen unterteilt. Die Fliednerschule sei aber die einzige Schule, bei der sich die Klassenanzahl ändere. Die Gescher-Dyk-Schule hat 71 Anmeldungen verzeichnet und wird drei Klassen bilden (aktuell 73 Schüler in drei Klassen). 44 Anmeldungen gab es für die Hilgenbergschule, die zwei Eingangsklassen bilden wird (aktuell 47 Schüler), und 42 Kinder werden in der Hordtschule in „den Ernst des Lebens“ starten – aufgeteilt in zwei Klassen wie auch aktuell mit 45 Schülern.
Die Losbergschule, die Herta-Lebenstein-Realschule und das Geschwister-Scholl-Gymnasium würden zu Beginn der nächsten Woche Anmeldungen entgegennehmen, informierte Wehning weiter.