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Gymnasiasten entwerfen Web-Strategien |

Die Schüler präsentieren das 3D-Konzept, das ihre Firma »Step forward« während des Projekts entwickelt hat. (Foto: Jessica Beck)
Trotz der Herbstferien nahmen sich 24 Schüler der zwölften und 13. Jahrgangsstufe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Stadtlohn die Zeit für ein Innovationsspiel. In Zusammenarbeit mit dem Projekt „Jugend denkt Zukunft“ entwickelten die Kollegstufler Webstrategien der Zukunft für das Möbelunternehmen Hülsta.
Dabei kamen ganz außergewöhnliche Ideen zustande, wovon die ein oder andere sicher der Weg in die Zukunft ist. Im Rahmen des Planspiels wurden drei imaginäre Tochterunternehmen von Hülsta gegründet: Step forward, Innosta und Interhüls. Zudem gab es die Bürgerinitiative „Bürgeralarm“, die den Entwicklungprozess kritisch begutachtete und immer wieder Feedback gab, und eine Presseabteilung.
Möbel-Projektion
Die Tochterfirma Step forward überlegte, wie sie Aufmerksamkeit auf Hülsta lenken könne. Die Gruppe entwickelte eine 3D-Brille, die es dem Kunden ermöglichen soll, den Raum einzuscannen und auf dem Computer zu übertragen. Mit Hilfe einer Planungssoftware soll der Kunde die Wohnung einrichten und schließlich über die Brille die gewünschten Möbel als Projektion im eigenen Raum wahrzunehmen.
Das Jungunternehmen Innosta entwarf eine Hülsta-App für das Smartphone. Damit soll der Kunde die Einrichtung überall planen können. Die App bringt sogar Möbel zum sprechen: Durch einen sogenannten Möbel-Chat kann man den Möbeln Fragen über die Maße stellen.
Interaktive Werbung
Die dritte Firma Interhüls entwarf die Idee „InterAd“, eine Werbung, die Internet und Fernseher verknüpfen soll. So soll der Kunde in der laufenden Werbung auf die Homepage gelockt werden, wo er dann einen virtuellen Rundgang durch das Möbelhaus machen kann.
Der Geschäftsführer von Hülsta, Michael Espenhahn, zeigte sich begeistert von den innovativen Ideen der Schüler: „Das verdient allerhöchsten Respekt. Auch die ältere Generation hat nun verstanden, dass wir umdenken müssen.“
Win-Win-Situation
Im Laufe der Woche lernten die Schüler viel über Präsentationstechniken. Das könne man später gut gebrauchen, waren sich die Schüler einig. Und auch einer der betreuenden Lehrer, Samuel Picht, meinte: „Der Lernerfolg war sehr hoch. Die Schüler sind souveräner geworden.“ Also eine echte Win-Win-Situation für alle, für die Schüler und das Unternehmen.
Weitere Informationen
› Projekt: „Jugend denkt Zukunft“ ist eine bundesweite Initiative der Wirtschaft. Seit 2004 haben bereits 600 Unternehmen die Patenschaft übernommen. Das Projekt wird unterstützt von der Unesco.
› Ziel: Jugendliche sollen ihren Horizont öffnen, Ideen mit ihren Fähigkeiten entwickeln und zudem Praxis erleben.
› Aufbau: Die Schüler entwickeln zukunftsfähige Produkte und Dienstleistungen und führen dafür Trendanalysen des Marktes und der Branche durch. Das Projekt wird immer von einem professionellen Berater betreut, in diesem Fall von Sabine Hess vom Beratungsunternehmen IFOK GmbH.
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