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Gemeinsam auf der Bühne |

Turbulent und mit viel Spaß ging es auf der Bühne der Aula im Geschwister-Scholl-Gymnasium zu, als jetzt deutsche und niederländische Schüler gemeinsam ein Theaterstück auf die Beine stellten. (Foto: Elvira Meisel-Kemper)
Friedhelm Theyßen, Niederländisch-Lehrer in Stadtlohn, und Rob Verschuren, Deutsch-Lehrer in Winterswijk, haben den Reigen der Kontakte zwischen den Schulen begründet. Maike Hollander kam als Niederländisch-Lehrerin in Stadtlohn vor zwei Jahren hinzu.
„Wir haben uns damals gegenseitig gesucht über das Internet“, erinnert sich Theyßen an den ersten Kontakt mit Verschuren. Beide hatten dieselbe Idee: Den Anfang machten gemeinsame Unternehmungen, wozu der Besuch von Münster und des Friedenssaales mit seiner deutsch-niederländischen Geschichte gehörte. Vor vier Jahren wurde daraus ein Theaterprojekt. Begleitet wird es immer von Theaterpädagogen aus Münster vom „Cactus junges Theater“.
„Das ist das Ergebnis von nur zwei Tagen Workshop“, freute sich nun Hollander mit allen Beteiligten, nachdem der begeisterte Applaus der Eltern aus Winterswijk und Stadtlohn für die Aufführung im Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stadtlohn verklungen war. Die Schule in Winterswijk hat noch keine Aula; deshalb bleibt es bei dieser einmaligen Inszenierung.
Thema „Schatzsuche“
Kein vorgegebener Text leitete die Schüler in ihren zweisprachigen Dialogen, sondern nur das Leitthema der „Schatzsuche“. Mit 30 niederländischen und 30 deutschen Schülern der 11./12. Klasse war die Nachfrage zur Teilnahme in diesem Jahr besonders groß. Zunächst fuhren die 30 Stadtlohner Schüler mit ihren Lehrern nach Winterswijk. Es folgte eine Übernachtung in den Familien der Winterswijker Schüler. Die zweite Nacht waren die Niederländer Gäste in Stadtlohner Familien. Dazwischen wurde gemeinsam in drei Gruppen gearbeitet, erst in Winterswijk, dann in Stadtlohn. Am dritten Abend schloss der Workshop mit der Aufführung des gemeinsam erarbeiteten Theaterspiels in der Aula des Stadtlohner Gymnasiums.
Im ersten Akt geht es um Maxime, die Fußballstar werden wollte. Die Gesundheit spielt nicht mit, bis sie im Wald von Monstern eine Schatzkiste mit einem Asthma-Inhalator geschenkt bekommt. Im zweiten Akt wirft Rudi auf Drängen seiner Freunde sein Maskottchen weg, dass ihn an seinen Vater erinnerte. Im dritten Akt macht sich ein Mädchen auf die Suche nach seinem Vater auf Hawaii, der sie und ihre Mutter sitzen ließ. Der vierte Akt gleicht einem Märchen: Die Großeltern erzählen, wie sie sich kennen gelernt haben. Beim Kartenspiel gewinnt der junge Mann einen Affen, der später seine Frau wurde. Deutlich wurde, dass der jugendliche Humor beiderseits der Staatsgrenzen ein sehr ähnlicher ist – trotz unterschiedlicher Sprachen.
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